Kahanes Kummer

Zum Artikel des Portals „Netz gegen Nazis“ vom 19.05.2016

Bloor Schleppey schrieb einmal: „Wenn ich 300 Dummköpfe in ein Theater setze, ihnen ein Stück vorführe und sie nach ihrer Meinung frage, so bekomme ich nur die Meinung von 300 Dummköpfen heraus, aber nichts über das Stück.“ 1

Genauso verhält es sich, wenn sich Kahanes Amadeu Antonio Stiftung über ein von der Zeit gefördertes Portal, das sogenannte Netz gegen Nazis, gegen die Identitäre Bewegung Deutschland auslässt, wie letztmalig am 19. Mai 2016 geschehen in Form eines Artikels von Trude Brinker. 2

Selten liest man in einer Mitteilung selbst einer linksextremen Organisation so viele Unwahrheiten und gezielte Verächtlichmachungen. Kahane geht sogar so weit, über ihr Sprachrohr Brinker eine angebliche antisemitische Haltung der Identitären Bewegung Deutschland verbreiten zu lassen.

Dass dies eine gezielte und mutwillige Verleumdung der Identitären Bewegung darstellt, kann jeder mit einem Blick auf die Grundsätze unserer Bewegung feststellen, in der wir fordern, das christliche und jüdische Erbe unserer Gesellschaft anzuerkennen; denn unser Denken erkennt ganz klar, dass neonazistische Reinheitsphantasien und antijüdische Reflexe, die in der Regel durch krude Verschwörungen über den Einfluss entsprechender Personengruppen gerechtfertigt werden, keinerlei Substanz aufweisen. Stattdessen erkennt die Identitäre Bewegung den komplexen Charakter unserer Geschichte und damit auch unserer heutigen Identität als Nation an. Oder, wie Andreas Krause Landt 3 vor wenigen Jahren einmal mit Blick auf seine eigene Familienbiographie feststellte:

„Ich bin nicht allein. Ich bin Teil meiner Familie und meines Volkes und, wie ich neuerdings weiß, auch meiner Völker: Deutsche, Franzosen, Ungarn, Juden. Ich bitte jene, die möglicherweise wie ich unter der Vergangenheit leiden, darum, daß sie es mir überlassen, wie ich mit meiner Geschichte umgehe. […] Es ist eine Entscheidung für die Zukunft und für das Leben, in (wie ich glaube und hoffe) größtmöglichem Bewußtsein dessen, was war und nie wieder sein soll. Ich denke, meine deutsche Angst läßt mich los, sobald ich sie loslasse. Ich denke, unsere deutsche Angst läßt uns los, sobald wir sie loslassen.“ 4

Der Autor plädiert damit für eine echte Verarbeitung historischer Tatsachen, individueller Schicksale, ohne dabei jedoch kollektive Schuldreflexe zu bemühen. Verantwortung vor Geschichte heißt demnach, sich ihr zu stellen und positiv für eine lebenswerte Zukunft einzutreten sowie die Grauen der Vergangenheit nicht politisch zu missbrauchen. Kahane dagegen kann es natürlich nicht bei dieser einen Verunglimpfung bewenden lassen, sondern pflegt auch hier jenen „ausufernden Rededrang“, den ihr bereits ihr Führungsoffizier bescheinigte, als sie noch als Stasispitzel tätig war. Wie gewohnt lässt sie daher auch im Artikel, der Gegenstand dieser Betrachtung ist, behaupten, die Identitären seien „Nazis“, „Rassisten“ und würden „menschenverachtende Propaganda“ betreiben, um schließlich „entlarven, aufklären, Standpunkt beziehen“ zu fordern.

Diesem Ansinnen der Kahane-Stiftung kommen wir selbstverständlich gerne nach, denn wer fragt sich nicht, was Kahanes Lügen und Hassparolen hervorgerufen haben mag? Wir gehen davon aus, dass es die gelungene Aktion einiger Aktivisten vom 18. April 2016 ist, in deren Rahmen diese über die Vergangenheit Frau Kahanes als Stasispitzel wie auch die Rolle ihrer Stiftung bei der Internetzensur der Maas-Behörde aufklärten, die ihr Dauergeheul gegen die Identitäre Bewegung ausgelöst hat. Maßgeblich dürfte dabei ihre Befürchtung sein, ihrer Stiftung könnten Einnahmen wegbrechen, kämen weitere Details ihrer Vergangenheit und der jetzigen Geschäfte ihrer Stiftung ans Licht; aber auf diese Weise wird sie das nicht vermeiden können.

Frau Kahane, egal, wieviel Sie heulen und schimpfen, Sie werden den identitären Protest gegen Ihre Bemühungen, die Meinungsfreiheit zu beschneiden und damit unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung zu beschädigen, nicht verhindern!

Sie haben es richtig erkannt: Die Identitäre Bewegung ist kein Internetphänomen mehr. Im Gegenteil, wir sind überall, und wir werden immer mehr! Bald wird es keine Wohlfühlzonen für antidemokratische Verleumdungen mehr geben. Erwarten Sie uns!

[1] Vgl. Das zynische Wörterbuch, ein Alphabet harter Wahrheiten, zugemutet von Jörg Drews, Diogenes Verlag Zürich.

[2] Vgl. Trude Brinker: „Identitäre Bewegung: Aus den sozialen Netzwerken auf die Straße“, vom 19. Mai 2016, www.netz-gegen-nazis.de/artikel/identitare-aus-den-sozialen-netzwerken-auf-die-stra%C3%9Fe-82821 , zuletzt: 25.05.2016.

[3] Heute ist der Autor unter dem Namen Andreas Lombard als Journalist und Verleger bekannt.

[4] Andreas Krause Landt: Mein jüdisches Viertel, meine deutsche Angst, Verlag Antaois, S. 84f.