Riesenglücksrad auf dem Erfurter Domplatz – Identitäre Bewegung sorgt mit „Ministerroulette“ für Aufsehen

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Mit einer Satire-Aktion haben Aktivisten der Identitären Bewegung am Dienstag den ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow aufs Korn genommen. Mit Clownsschminke und NVA-Uniformen verkleidet forderten sie Passanten auf, sich mithilfe eines fünf Meter hohen Glücksrades an der Ministerwahl zu beteiligen.

Auf einem während der Aktion verteilten Flugblatt heißt es: „Der Wahl-O-Mat 2020 simuliert Ihnen den freien und geheimen Wahlvorgang live und in Farbe.“ Die Spielfelder auf dem Glücksrad wiesen neben Bodo Ramelow den geschäftsführenden Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich als Kandidaten aus, dessen Portraits jedoch mit dem Stempel „Neuwahl“ versehen waren.

Hierzu heißt es auf dem Flugblatt: „Eine richtige oder falsche Wahlentscheidung gibt es in einer Demokratie nicht. Aus diesem Grund gibt Ihnen der Wahl-O-Mat 2020 bei einer problematischen Abstimmung die Möglichkeit, Ihre Stimme so oft zu ändern, wie Sie wollen.“  Dieser Logik folgend ehrten Aktivisten die Teilnehmer mit originalen DDR-Orden und SED-Parteiabzeichen, sofern deren „Wahl“ auf ein Feld mit dem Portrait Bodo Ramelows fiel.

Zu der Aktion äußert sich der Pressesprecher der Identitären Bewegung, Robert Timm: „Die vergangenen Tage haben ein bedenkliches Demokratiedefizit in den Köpfen vieler Politiker offenbart. Angela Merkels Absage an den Föderalismus, der linke Drang hin zu einer Allparteien-Front hinter einem Ministerpräsidenten Ramelow und die Unfähigkeit der ehemaligen Volksparteien einen demokratischen Entscheid zu akzeptieren bereiten uns Sorgen. Wo der Ausgang einer Wahl von vornherein feststeht, wird die Parteiendemokratie zur Demokratiesimulation. Mit unserer Aktion wollen wir zeigen, wie nah Satire und Realität inzwischen beieinanderliegen.“

 

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