Metapolitik: Die Reconquista geht weiter

von Redaktion

Die Bundestagswahl, die von vielen Patrioten als „Schicksalswahl“ empfunden wurde, liegt nun hinter uns. Die Anhänger der AfD freuen sich über den Paukenschlag des Einzugs in den Bundestag. Zugleich sind sicherlich nicht wenige auch verzweifelt angesichts einer großen Wählermehrheit, die trotz der Entwicklungen der letzten Jahre für fortgesetzte Masseneinwanderung, für die Auflösung des Staatsvolkes, für den Kollaps des Sozialstaates, für Terror und Kriminalität sowie für den massiven Ausbau staatlicher Überwachung gestimmt hat.

 

Der parlamentarische Zustand der vergangenen Jahre war politisch untragbar, weil keine echte Opposition die Regierung kontrollierte. In den entscheidenden Fragen der Außen- und Innenpolitik waren und sind sich alle etablierten Parteien einig. Dies erklärt auch die Hysterie und die Aggression gegenüber der AfD, obwohl diese ja in fast allen Landesparlamenten bereits vertreten ist. Die Wiedereinführung einer parlamentarischen Opposition auf Bundesebene ist also ein wichtiger Schritt in Richtung einer Wiederherstellung der Demokratie in unserem Land.

Dennoch sollten wir die Bedeutung und die Nachhaltigkeit dieser politischen Vorgänge nicht überschätzen. Das weitaus bedeutendere und nachhaltigere Betätigungsfeld, dem auch wir als außerparlamentarische Opposition uns verschrieben haben, ist die Metapolitik. Was heißt das? In seinem Nachwort zu Renaud Camus‘ Aufsatzsammlung „Revolte gegen den Großen Austausch“ schreibt Martin Sellner: „Alle Metapolitik ist ganz wesentlich eine Arbeit mit Begriffen und Bildern. Ihr Ziel ist es, die kulturelle Hegemonie, welche die Grundüberzeugungen und Grundstimmungen in der Gesellschaft formt, zu beeinflussen.“ [1]

Metapolitik wirkt also im vorpolitischen Raum. Dazu gehört alles, was uns kommunikativ und meinungsbildend in der Öffentlichkeit entgegentritt: Medien und Presse, Schulen und Universitäten, Kultureinrichtungen, Kirchen, Gewerkschaften, soziale und wirtschaftliche Netzwerke, Agenturen, Verlage, Unternehmen, Stiftungen und Internet-Plattformen. Wer diese Bereiche dominiert, besitzt, wie Thor von Waldstein formuliert, „die Lufthoheit über die Köpfe und Herzen der Menschen“. [2]

 

„Unter dem Schlagwort der ‚Vierten Gewalt‘ ist diese Erkenntnis längst in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeflossen: Die von den Medien geprägte öffentliche Meinung bildet den Denk- und Handlungsrahmen der Politik.“ [3] Die kulturelle Hegemonie ist das eigentliche Fundament jeder echten politischen Herrschaft, weil sie „den Willen des Citoyen so [beeinflusst], dass er aus freien Stücken der staatlichen Herrschaft zustimmt“. [4] Insofern ist sie „wichtiger als die parlamentarische Mehrheit als solche“. [2] Ohne eine solide metapolitische Verankerung bleiben Wahlerfolge von Parteien oft nur „Eintagsfliegen“.

Es reicht deshalb nicht aus, die Aufmerksamkeit der Bürger auf gesellschaftliche und politische Missstände zu lenken, über Hintergründe aufzuklären und gegen staatliches Unrecht zu protestieren. Unsere Aufgabe ist es darüber hinaus, neue Begriffe (z.B. „Großer Austausch“, „Remigration“) in den gesellschaftlichen Diskurs einzuspeisen und die dazugehörigen Konzepte zu erklären und zu etablieren. Es gilt vor allem auch, neue Bilder und Narrative (Erzählungen) zu schaffen, die einen Ausweg aus der Sackgasse postmoderner, linksliberaler Dekadenz aufzeigen.

 

Um sich an der kulturell-geistigen Reconquista zu beteiligen, brauchst Du weder Mitglied einer Partei zu sein, noch auf die nächste Wahl zu warten. Der richtige Schritt ist, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und in patriotischen Projekten aktiv zu werden. Gründe einen Blog oder einen YouTube-Kanal, eine Theater- oder Musikgruppe, einen Literaturkreis, einen Heimat- oder Bürgerverein, engagiere Dich an Schulen und Universitäten – und am besten als Aktivist in der Identitären Bewegung. Jetzt ist unsere Zeit.

 
 

[1] Renaud Camus: Revolte gegen den Großen Austausch, Verlag Antaios, Schnellroda 2016, S. 189.

[2] Thor von Waldstein: Metapolitik. Theorie – Lage – Aktion, Verlag Antaios, Schnellroda 2015, S. 14.

[3] Mario Alexander Müller: Kontrakultur, Verlag Antaios, Schnellroda 2017, S. 185.

[4] Thor von Waldstein: Metapolitik. Theorie – Lage – Aktion, Verlag Antaios, Schnellroda 2015, S. 13.