Die Abkehr von ausgetretenen Wegen I

von Redaktion

Immer mehr Deutsche verlieren das Vertrauen in die Regierung und lehnen das bestehende System ab. Selbst grundsätzlich Apolitische und gut Abgelenkte spüren eine Unzufriedenheit, die wohl der immer offensichtlicheren Ungerechtigkeit dem Zerfall sowie den sich verschlechternden Lebensbedingungen geschuldet ist. Sicher sagen kann man: Die Lebensbedingungen werden sich drastisch verschlechtern, der Zerfall voranschreiten und der Staat ist gezwungen, sich mehr und mehr zu demaskieren. Die noch weitgehend bestehende Passivität und Gleichgültigkeit kann sich schnell ins Gegenteil verkehren. In der Geschichte sind viele Revolten spontan ausgebrochen. Es reicht eine Kettenreaktion unverhoffter Ereignisse und was noch harmlos brodelt, wird überkochen.

Doch in welche Richtung kanalisiert sich dann die Wut? Welche Widerstandsgruppen werden sich zu Massenbewegungen entwickeln und eine Änderung oder gar einen Systemsturz erzwingen? Widerstand nimmt heute verschiedene Formen an. Von Occupy über Truther, alternative Medien, Bürgerrechtsbewegungen oder verschiedene linker bis rechter Vereinigungen. Die Prinzipien, Ideale und Formen des Protestes sind unterschiedlich, viele aber wollen eine Alternative zum Bestehenden bieten. Der Erfolg hängt vom Erscheinungsbild, dem Charisma und der Persönlichkeit und nicht zuletzt von den angebotenen Lösungen der Vereinigungen und Protestbewegungen ab.

Ist eine Bewegung gezwungen, längere Zeit Widerstand zu leisten, muss sie sich mit den Jahren und den sich verändernden Gegebenheiten und Umständen (politisch, demographisch, gesellschaftlich usw.) sowie neuen Erkenntnissen und Erfahrungen weiterentwickeln, um erfolgreich zu sein. Man sollte keine Neuauflage oder Kopie eines Widerstandes sein, der die Antwort auf Probleme und Herausforderungen einer vergangenen Zeit war. Ein Festfahren und auf der Stelle bewegen ist Charakteristika einer Ideologie. Und eine Ideologie unterliegt Dogmen, die sie früher oder später einholen. Sie ist damit zum Scheitern verurteilt.

Auch im heutigen Nationalen Widerstand (NW) besteht der Hang zur Dogmatisierung. Neue Ideen und Einsichten stoßen auf starre Gedankenmuster und führen oft zur Spaltung. Sollte ein NWler heute die unreflektierte Übernahme des Begriffes „Sozialismus“ überdenken? Der Begriff kann kaum genau definiert werden und wurde/wird von zu vielen Seiten verwendet. Er war einmal propagandistisch sinnvoll und auch notwendig. Doch ist er das noch? Sozialismus stellt das Finanzwesen in den Mittelpunkt, unser Denken den Menschen. Er behandelt Symptome, die ein funktionierendes Finanzsystem nicht hat, und setzt dieses zu seiner Existenzberechtigung voraus. So hat die NSDAP bei der Machtergreifung `33 mit Parteiprogrammpunkt 11, Brechung der Zinsknechtschaft, einen wesentlichen Teil ihres Programmes nicht eingehalten. Zinsen und mit ihnen einer der bestimmenden Problemfaktoren der Finanzwelt wurden im Nationalsozialismus entgegen der Versprechung beibehalten. Es braucht neue Ideen und Ausarbeitungen mit neuem Namen. Konzepte existieren! Hier wollen wir als Beispiel auf Aspekte des Plan B der Wissensmanufraktur verweisen, der keinen Sozialismus darstellt. Der einzige Grund für das Beibehalten der Sozialismus-Bezeichnung für den NW ist der, sich in eine Verbindung mit dem historischen NS zu stellen.

Für uns schießen die im NS bestimmende Ariosophie, der Chauvinismus und der daraus resultierende Herrenrassegedanke nicht nur über das Ziel hinaus, sondern sind ein Gegensatz zum identitären, ethnopluralistischen Denken. Der im NS angestrebte Kulturimperialismus ist das deutsche Gegenstück zum amerikanischen Imperialismus unserer Zeit. Doch totale Macht korrumpiert immer total. Wenn Zerrbilder der Medien von „euphorischen Mein Kampf Lesern“ konsequent bestätigt werden, wird auch jeder Kampf kulturbewusster Deutscher für den Erhalt unserer ethnokulturellen Substanz sabotiert.

Eine weitere Frage ist, ob man bei dem Links/Rechts Schubladendenken mitmachen sollte. Hört jemand, der sich links einordnet, dem Rechten zu und umgekehrt? Werden wir durch diese Mentalität gegeneinander ausgespielt und vergessen, von wem Macht und Unterdrückung wirklich ausgeht? Ist der vermeintliche politische Feind es wert, gehasst und bekämpft zu werden? Wird ein effektiver Kampf gegen Kapitalismus, Globalisierung, Imperialismus für die Umwelt und gegen den grenzenlosen Materialismus so verhindert?

Ist dem NW genügend bewusst, dass der Ausländer auch oft Spielball und Opfer der Mächtigen ist? Sind Kriege, Hunger, Armut, also die Gründe, wegen denen der Fremde seine Heimat aufgegeben hat, von denselben ausgelöst, die den großen Austausch verursachen? Also von denen, die uns heuchlerisch Humanität und Menschenrechte predigen. Die Bedrohung, die die Überfremdung darstellt, ist von denen herbeigeführt worden, welche sie ermöglicht haben. Und das sind unsere Feinde. Ein identitäres Bewusstsein und die Liebe zur eigenen Kultur hat nichts mit Antipathie gegenüber Fremden zu tun.

Hat die völkerrechtswidrige Abtrennung deutschen Bodens nach `45 vielleicht den Zweck, den Hass zwischen neuen Bewohnern und den Vertriebenen weiter zu schüren? Sind aggressiv ausformulierte Gebietsansprüche oder sogar Forderungen nach Rache und Rückeroberung genau das, was man bezwecken wollte? Zu einer Einigung würde es nie kommen. Es ist leicht, wieder Völker aus gleichem Kulturraum gegeneinander in den Bruderkrieg zu hetzen. Wir fordern keinen kategorischen Verzicht, aber stellen die Frage, wer heute noch heimkehren würde, wer ist in Preußen geboren? Die meisten Verbrecher der Vertreibung leben bereits nicht mehr und das Prinzip der Erbschuld kennen wir aus eigener Erfahrung zu gut, um es bei jemand anderem anzuwenden. Es ist heute wichtiger, sich auf den gemeinsamen Feind des Europas der Vaterländer zu konzentrieren.

Dies sind nur einige Denkanstöße, die wir an den NW richten wollen. Auch die NS-Bewegung in der Weimarer Republik, in dessen Tradition man sich sieht, war Resultat politischen Umdenkens und einer Neustrukturierung. Es ergaben sich neue Herausforderungen und die Prioritäten verschoben sich. Neue Konzepte und Schlagwörter wurden formuliert. Starre Grenzen politischer Lager wurden überwunden, so galt die NSDAP mal als links, mal als rechts oder als keins von beidem. Die Sehnsucht nach dem Umsturz sowie die Bereitschaft neue Wege zu gehen, waren auch Gründe des damaligen Erfolges und sind heute vergessen. Jeder NWler sollte sich die Frage stellen, ob er für eine Szene, ihre Symbole und eine Ideologie kämpft oder ob ihm der Kampf für seine Kultur wichtiger ist. Standen dem NW Dogmen und starre Denkmuster bisher im Weg? Stellt der NW dem Antifaschismus ungewollt nur den Feind, damit dieser eine Daseinsberechtigung hat?

Wir wollen heute politische Pionierarbeit leisten und eigene neue Wege gehen. Wir brauchen neue Schlagwörter und Strategien und sehen uns nicht in der Tradition eines Widerstandes, der aus einer Situation von vor über 80 Jahren entstanden ist. Wir leben heute in der Zeit der Überfremdung, der Islamisierung und unter der EU-Diktatur. Wir stehen der Globalisierung, dem Imperialismus, also den materialistischen und universalistischen Ideologien unserer Zeit gegenüber. Die Zukunft liegt in unseren Händen, alles, was uns auf unserem Weg hindert, werden wir überwinden. Fehler einzugestehen und Bisheriges hinter sich zu lassen und sich dem Neuen und Unbekannten zu verschreiben, braucht Mut und ist nicht leicht. Repressionen sind zu erwarten und werden nicht ausbleiben, doch wie Nietzsche einst niederschrieb: „Wenn man ein Wozu des Lebens hat, erträgt man jedes Wie“. Unser Wozu des Lebens ist unser identitäres Bewusstsein, die Liebe zur Kultur und ein Leben für das Volk.

Weiterlesen: Die Abkehr von ausgetretenen Wegen II

Dieser Beitrag erschien zuerst 2014 auf dem Blog www.identitas-gemeinschaft.info, welcher mittlerweile nicht mehr existiert.